Leichte Wanderung: Noiraigue - Travers - La Presta - Asphalt Mine im Val de Travers, mit Führung und Besichtigung der Asphalt Minen

Fast dreissig Teilnehmende besammelten sich zur Kurzwanderung. Nach abwechslungsreicher Bahnfahrt  via Neuchâtel wanderte die Schar von Noiraigue nach La Presta. An den Jurahängen wechselte das Grün der Laubbäume schon da und dort ins Bräunliche. Der ebene Weg bot ausreichend Gelegenheit zum Plaudern, was einen Graureiher  vertrieb, der wohl am Fischen war.

Im Café des Mines waren die Tische schon gedeckt. Das klassische Menu mit in Asphalt gegartem Schinken, Gratin und Gemüse schmeckte, liess aber noch Raum für Absinth-Eis, die Dessert-Spezialität des Hauses.

Mit einem Foto-Geschenk und warmen Worten würdigte der Mitwanderer Willy Gutherz, Werner Studers geleistete zehn Wanderleiter-Jahre und dankte ihm im Namen Aller. Nicolette Franz von Pro Senectute überbrachte den offiziellen Dank und  Co-Leiter Hansruedi Hofer schaute zurück auf Jahre harmonischer Zusammenarbeit mit Werner.

Der Tages-Höhepunkt, die geführte Asphaltminen-Besichtigung, begann im kleinen Museum. Asphalt-Vorkommen wurden im Val de Travers erstmals 1711 entdeckt. Der industrielle Abbau in insgesamt 100 km Stollen fand erst 160 Jahre später statt und wurde 1986 aufgegeben. In der Blütezeit war die Nachfrage aus den Welt-Metropolen nach Asphalt für Strassenbeläge riesig.  Wir traten, geschützt mit Helm und Maske, den Rundgang an. Die grossen Flügel des Tors öffneten sich und gaben den Blick frei auf den etwa 1km langen Besucher-Stollen, wo mit Fotos, und einem Dokumentarfilm zu Sprengungen die schwierigen Arbeitsbedingungen der schlecht entlohnten Grubenarbeiter veranschaulicht wurden. Bis 1975 zogen Grubenpferde den abgebauten Asphalt aus den Stollen, nachher wurden elektrische Lokomotiven dafür eingesetzt. - Mit aktuell durchschnittlich 22‘000 Besuchern pro Jahr entwickelt sich die Asphaltmine im Val de Travers zum regionalen Tourismusmagnet.

Um eine lehrreiche Erfahrung reicher, kehrte die Gruppe nach Olten zurück.

Heidi Oetiker